INSTITUT FÜR PHILOSOPHIE UND WISSENSCHAFTSTHEORIE

O. Univ.-Prof. Dr. Volker Gadenne | Tel. +43 (0) 732 2468 DW 3680  | FAX DW 3699

Lehre SS 2012

A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Änderungen vorbehalten!
Die aktuellen Termine und Räume entnehmen Sie bitte dem KUSSS!



LVA.Nr.: 237.331  [3DOK]

Wissenschaftstheorie

für DissertantInnen

Leitung: O.Univ.-Prof. Dr. Volker Gadenne
A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Intensivierungskurs, Block, Std. 2, ECTS 6
Beginn: 14.03.2012
Termine: Mi. 18.00 - 21.00 Uhr
Raum: HS 8

Studienpläne:
Doktoratsstudium SoWi neu (ab 01.08.2009);
Doktoratsstudium SoWi alt (=Grundlagen wissenschaftl. Arbeitens);
Doktoratsstudium der Geistes- und Kultur­wissenschaften

Beschreibung:
In dieser Veranstaltung werden Grundlagen der Forschung (Wissenschafts­theorie, Wissenschafts­forschung, Wissenschafts­ethik) dargestellt und anhand einzelner Dissertationen diskutiert.

Aus dem Themenkatalog: Was ist wissenschaftliches Wissen? Grundlagen der Prüfung von Theorien. Wissenschaftliche Redlichkeit vs. wissenschaftliches Fehlverhalten; Qualitative und quantitative Evaluation wissenschaftlicher Arbeiten (Peer Review; Impact Faktoren). Entwicklung und Funktionen des wissenschaftlichen Publikationssystems. Der soziale und öffentliche Charakter wissenschaftlicher Methoden. Kunst und Technik wissenschaftlichen Schreibens.

Für DoktorandInnen, jedoch auch für DiplomandInnen und StudentInnen im 2. Studienabschnitt zugelassen

Literatur:

nach oben

LVA.Nr.: 237.333  [3DPHILKS]

Dissertationskolloquium Philosophie

Leitung: O.Univ.-Prof. Dr. Volker Gadenne
A.Univ.-Prof. i.R. Dr. Rainer Born
A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Seminar, Block, Std. 2, ECTS 6
Zeit und Raum: nach Übereinkunft

Studienpläne:
Doktoratsstudium SoWi alt;
Doktoratsstudium SoWi neu (ab 01.08.2009);
Doktoratsstudium der Geistes- und Kultur­wissenschaften

Im Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Wahl eines Grenzgebietes zu Philosophie/ Wissenschaftstheorie/ Wissenschaftsphilosophie als Dissertationsfach möglich und damit die Betreuung der Dissertation am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Nähere Details auf Anfrage bei den Professoren.

nach oben

LVA.Nr.: 237.109  [2EWPDP]

Diplomandenseminar Philosophie und Wissenschafts­theorie

Leitung: A.Univ.-Prof. i.R. Dr. Rainer Born
A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Dr.in Elisabeth Menschl

Seminar, Block, Std. 2, ECTS 4
Zeit und Raum: nach Übereinkunft

Es ist in zahlreichen sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen möglich, eine Diplomarbeit am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie zu verfassen. Auch im Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Wahl eines Grenzgebietes zu Philosophie/ Wissenschaftstheorie/ Wissenschaftsphilosophie als Dissertationsfach möglich und damit die Betreuung der Dissertation am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Nähere Details auf Anfrage bei den Professoren.

nach oben

LVA.Nr.: 237.110  [2EKMPVU]

Grundlagen der Kultur- und Medien­theorie/-philosophie

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Vorlesung und Übung, Std. 2, ECTS 3
Vorbespr: Fr. 16.03.2012, 15.30 Uhr, Raum K 112A
Blocktermine n.V. (Fr. nachm. und Sa. ganztägig) legen wir bei der Vorbesprechung fest

Studienpläne:
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studienabschnitt);
Soziologie Bachelor (Wahlfach Kultur- und Medientheorie);
Soziologie Master (Wahlfach Kultur- und Medientheorie);
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungsfach oder Ergänzungsfach)

Auch für DissertantInnen geeignet

Beschreibung:
Wir halten uns alle für kritisch. Doch durchschauen wir alle Strategien der Desinformation, die tagtäglich auf uns ZuschauerInnen, HörerInnen, UserInnen kunstfertig angewendet werden?

Wir misstrauen bestimmten Quellen, glauben aber unserem Lieblingsjournal. Wir sind skeptisch gegenüber vielen TV-Kanälen, doch manch "Anchorman" ist so sympathisch und sonor, der kann uns doch nicht belügen... Wir vertrauen den PosterInnen im Internet (die im Auftrag einer Werbeagentur oder eines Politikers tätig sein können). Wir misstrauen den Botschaften, die unser kognitives Gleichgewicht ins Wanken bringen könnte, fühlen uns aber wohl und sicher bei jenen Behauptungen, Berichten, Parolen, die unsere Vorurteile bestätigen...

Gefordert sind Medienkompetenz, um Desinformation durchschauen zu lernen, und Medienethik, um fundiert Proteste, Beschwerden, Reformforderungen an einschlägige Gremien (z.B. Verbraucherschutzorganisationen, Ethikräte der Werbeindustrie) richten zu können.

nach oben

LVA.Nr.: 237.116  [2SWFVU]

Grundlagen der Wissenschafts­forschung

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Vorlesung und Übung, Std. 2, ECTS 3
Vorbespr: Fr. 16.03.2012, 17.15 Uhr, Raum K 112A
Blocktermine n.V. (Fr. nachm. und Sa. ganztägig) legen wir bei der Vorbesprechung fest

Studienpläne:
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studienabschnitt);
Soziologie Bachelor (Wahlfach Wissenschafts­forschung);
Soziologie Master (Wahlfach Wissenschafts­forschung);
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungsfach oder Ergänzungsfach)

Auch für DissertantInnen geeignet

Beschreibung:
Lange galten Ärzte als "Götter in Weiß" als sakrosankt. Spätestens seit den unethischen Machenschaften von Medizinern im Dritten Reich (Stichwort KZ-Menschenversuche) und (v.a. von Psychiatern) in der ehemaligen Sowjetunion ist dieser Heiligen­schein ramponiert.

Betrug und Täuschung findet sich in den Top-Institutionen und Top-Journalen der Medizin (Stichwort: Ghost-Writing = maßgeschneiderte Marketing-Studien werden offiziell mit dem Namen eines "objektiven" UniForschers versehen, gegen Honorar natürlich), Erfindung ganzer Studien (z.B. hunderter Patienten), Datenmanipulation (z.B. Weglassen von Todesfällen). Wissenschaftsethik und Medizinethik kritisieren diese Formen wissenschaftlichen Fehlverhaltens (scientific misconduct).

Reformforderungen der medizinischen Forschung beziehen sich z.B. auf das ethische Überprüfen medizinischer Studien vor ihrer Durchführung, die Registrierung aller Studien vor ihrer Durchführung (damit sie nicht, wenn sie den Auftraggebern nicht passen, sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden), statistische Kontrollen (Fälscher tun sich schwer, Zahlen wirklich zufällig zu fabrizieren), Prüfprogramme zur Kontrolle visueller Manipulationen und von Plagiaten (ohne Open Access aller medizinischen Publikationen allerdings tw. eher zahnlos), Deklaration aller KontribuentInnen, von Interessenskonflikten ("conflicts of interest") von AutorInnen, GutachterInnern, HerausgeberInnen.

Doch dringen wissenschaftliche Erkenntnisse überhaupt in den klinischen Alltag durch? Vieles, was in Arzt­praxen und Kranken­häusern passiert, widerspricht medizinischen Forschungsresultaten. Ärzte sind immer noch Götter: Was Kranken­schwestern beobachten, ist meist irrelevant. Diskussion und Kritik sind immer noch eher unerwünscht. Whistle-Blower (AufdeckerInnen) droht Entlassung bzw. beruflicher Ruin. Seltsame Privilegien (z.B. üppige Operationshonorare für Chefärzte, auch wenn sie zur Zeit der Operation auf den Bahamas urlauben), Informationsvorenthaltung vor PatientInnen und deren HausärztInnen, und das konsequente Leugnen jeder Schuld auf Anweisung der Haftpflichtversicherungen machen es weiterhin PatientInnen äußert schwer, bei Kunstfehlern bzw. Behandlungsfehlern Aufklärung und Entschädigung zu erhalten – ja auch nur eine ernsthafte Entschuldigung.

Was tun? Welchen Status haben Patientenanwälte? Was ist dran an den "Fehlermanagement-Systemen" für Krankenhäuser und deren vollmundiger Eigenwerbung? Wie beeinflusst manipulative Pharma-Werbung Ärzte und, in vielen Ländern verbotenerweise, die PatientInnen selbst? Was kann dagegen getan werden? Warum sind viele Patientenvereinigungen gekauft, eher Vorfeldorganisationen von Pharmaunternehmen als autonome Selbsthilfegruppen Betroffener? Wie können PatientInnenrechte gestärkt werden?

nach oben

LVA.Nr.: 584.909  [307IDKWMKIV10]

Medien, Kultur und Kommunikation Interdisziplinär

Leitung: A.Univ.-Prof. Mag. Dr. Ingo Mörth,
A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich, Prof. Dr. Andreas Roser

VO, 14tägig., Std. 2, ECTS 3
Beginn: 14.03.2012
Termine: Mi. 17.15 - 20.30 Uhr
Raum: HS 9

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungsfach)

Details:
http://www.jku.at/kuwi/content/e100357/e100363/e113895/

nach oben

gesamtes kommentiertes LVA-Verzeichnis des Institutes für Philosophie und Wissenschaftstheorie

Johannes Kepler Universität Linz | Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie | Altenberger Straße 50, 1. Stock, 4040 Linz
Postadresse: Altenberger Straße 69, 4040 Linz
Tel. +43 (0) 732 2468 DW 3680  |  Fax  DW 3699 |  E-Mail  philo(at)jku.at