JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ, NETZWERK FÜR FORSCHUNG, LEHRE UND PRAXIS

INSTITUT FÜR PHILOSOPHIE UND WISSENSCHAFTSTHEORIE

O. Univ.-Prof. Dr. Volker Gadenne | Tel. +43 (0) 732 2468 DW 3680 | FAX DW 3699

Lehre SS 2016

Drin. Terje Tüür–Fröhlich

Änderungen vorbehalten!
Die aktuellen Termine und Räume entnehmen Sie bitte dem KUSSS!



LVA.Nr.: 237.145  [572WAGSWISK15]

Wissenschaftliches Arbeiten

Leitung: Dr.in Elisabeth Menschl
Dr.in Terje Tüür-Fröhlich

Kurs, Block, Std. 2, ECTS 3
Beginn: 09.03.2016
Termine: Mi. 10.15 - 13.30 Uhr
Raum: HS 7

Studienpläne:
WiWi Bachelor (§ 4 Pflichtfach "Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies");
WiWi Diplom neu (§ 12 Pflichtergänzungsfach Modul "Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies", 1. Abschnitt);
Sozialwirtschaft Bachelor (§ 4 Abs.5 Ergänzungs­fach Modul Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies);
Sozialwirtschaft Diplom (=Kurs Integrative Lehrveranstaltung)

Beschreibung:
Gegenstand der LVA sind die Grundbegriffe der Wissenschaftstheorie sowie Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.

Zentrale Inhalte: Datenbankrecherchen, wissenschaftliches Schreiben, Wissenschafts­evaluation, ethische Richtlinien; Erklärung, Vorhersage und Gestaltung, Theorie und Modell, Hypothesen­prüfung, Werturteils­problematik.

Erfordernisse:
Absolvierung aller Tests und Gruppen-/Individualarbeiten inkl. Präsentation

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LVA.Nr.: 237.110  [505KUMEGRUK15]

Grundlagen der Kultur- und Medien­theorie/-philosophie

Informationsvorenthaltung in der "Informationsgesellschaft"

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Dr.in Terje Tüür-Fröhlich

Vorlesung und Übung, Std. 2, ECTS 3
Vorbespr: Do. 10.03.2016, 15.30 Uhr, HS 11
Termine: Do. 15.30 - 18.45 Uhr
Raum: HS 11 bzw. siehe KUSSS!

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungs­fach - Modul "Medien, Kultur und Kommunikation - Vertiefung");
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Ergänzungsfach - Modul "Kultur- und Medientheorie/-philosophie für KulturwissenschafterInnen");
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studienabschnitt);
Soziologie Bachelor (Wahlfach Kultur- und Medientheorie);
Soziologie Master (Wahlfach Kultur- und Medientheorie)

KLASSENFREIE LV - kann (mit je unterschiedlichen Untertiteln) beliebig oft inskribiert und mit einem Scheinerwerb abgeschlossen werden.

Beschreibung:
Wir konnten uns noch nie so gut informieren wie in der heutigen "Informationsgesellschaft", heißt es. Doch die digitalen Technologien haben - je nach juristischen Rahmenbedingungen und Alltagspraktiken - widersprüchliche Effekte:

--Einerseits sind sie objektiv "kommunistisch": Das Kopieren und Weiterverbreiten von Dateien ist einfach und kostengünstig. Alle können im Prinzip senden. Einziges knappes Gut: die menschliche Aufmerksamkeit.

--Andererseits lassen sich digitale Produkte effizienter als Papierprodukte kontrollieren, d.h. in ihrer Nutzung selektiv und zielgerecht einschränken (Stichwort DRM-Digital Rights Management).

Gerade weil in der "Informationsgesellschaft" Information wichtig ist, wird handlungsrelevante Information nicht automatisch freigiebig an alle verteilt. Selbst in den Wissenschaften, wissenschafts­theoretisch nicht zuletzt über öffentliche, kritische Kommunikation zwischen den ForscherInnen definiert, grassiert Informations­vorenthaltung:

--Einerseits als intern verursachte Verteidigungsversuche vor kollegialer Kritik und Konkurrenz,
--andererseits als "Intrusionseffekte" (Pierre Bourdieu) externer Auftraggeber, die sich vertraglich alle Rechte der Veröffentlichung ausbedingen (und damit meist das Interesse an selektiver Information verbinden); von Ghost-Writing-Praktiken (WissenschaftlerInnen firmieren gegen Honorar als AutorInnen, um industrie­internen Studien einen objektiven Nimbus zu verschaffen) bis zum Verheimlichen gewinn­beeinträchtigender industrie­eigener Befunde (Stichwort: Vioxx) ganz zu schweigen.

Verschärfte "Urheber"- (de facto verwertungs­rechtliche) Bestimmungen schränken auch die Funktionstüchtigkeit von Archiven und Bibliotheken ein: Die Umstellung von Journalen auf elektronische Erscheinungsform erschwert im Closed-Access-Modus ihre Rezeption durch WissenschaftlerInnen, denn nur den NutzerInnen der jeweils eigenen Bibliothek wird gewöhnlich vertraglich der Zugriff gestattet. Dem deutschen Urheberrecht zufolge dürfen zudem digitalisierte Dokumente nur an je einem Arbeitsplatz in der Bibliothek einsehbar sein. Zugleich fordern Politiker wie Wissenschafts­manager von WissenschaftlerInnen gesteigerte Mobilität.

Gesetzliche Reformen und Verhaltens­änderungen könnten systematischer Informations­vorenthaltung entgegen­steuern:

Solche Maßnahmen - und unsere eigene Zivilcourage - könnten dazu beitragen, die Potentiale digitaler Technologien zur Ermöglichung einer offenen Gesellschaft im Sinne Sir Karl Poppers zu nutzen (und ganz nebenbei Innovation und damit wirtschaftliche Entwicklung zu fördern).
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LVA.Nr.: 237.116  [505WIFOGRUK15]

Grundlagen der Wissenschafts­forschung

Open Access, Open Science, Open Data

Leitung: Dr.in Terje Tüür-Fröhlich

Vorlesung und Übung, Std. 2, ECTS 3
Vorbespr: Do. 17.03.2016, 15.30 Uhr, K 009D
Termine Do. 15.30 - 18.45 Uhr
Raum: siehe KUSSS!

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Ergänzungsfach - Modul "Wissenschafts­forschung für Kulturwissen­schafterInnen");
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studien­abschnitt);
Soziologie Bachelor (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Wissenschafts­forschung);
Soziologie Master (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Wissenschafts­forschung); im Rahmen des Studien­schwerpunkts "Care, Bildung, Wissen" ist im Fach Wissenschafts­forschung (bei Vorliegen eines engen soziologischen Bezugs) auch die Verfertigung einer Master­arbeit möglich.

KLASSENFREIE LV - kann (mit je unterschiedlichen Untertiteln) beliebig oft inskribiert und mit einem Scheinerwerb abgeschlossen werden.

Diese VU kann entweder mit Referat oder Klausur abgeschlossen werden

Beschreibung:
Offenheits-Initiativen sind zur Zeit in Mode. Anfangs ignoriert oder als utopisch belächelt, fördern und fordern nun Forschungsfonds 'offene' Projekte, internationale Verlagskonzerne kaufen viele auf. Zugleich verstärken sich aber in Internet- und Massenmedien Berichte über die Schattenseiten 'offener' Projekte.

Die Lehrveranstaltung Wissenschaftsforschung behandelt folgende Themen: Goldene, grüne, graue Wege zum Open Access. Open Access Repositories in Philosophie (Sammelpunkt), Informations- (E-LIS) und Sozialwissenschaften (SSOAR), Ökonomie (RePec) und arXive (Naturwissenschaft). Es werden Master- und Doktorarbeiten zum Thema Open Access diskutiert. Last but not least: was sind predatory ("räuberische") journale und wie Fake-Journale durchschauen?

Literatur:

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LVA.Nr.: 237.109  [2EWPDP]

Diplomandenseminar Philosophie und Wissenschafts­theorie

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Dr.in Elisabeth Menschl
Dr.in Terje Tüür-Fröhlich

Seminar, Block, Std. 2, ECTS 4
Zeit und Raum: nach Übereinkunft

Es ist in zahlreichen sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen möglich, eine Diplomarbeit am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie zu verfassen. Auch im Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Wahl eines Grenzgebietes zu Philosophie/ Wissenschaftstheorie/ Wissenschaftsphilosophie als Dissertationsfach möglich und damit die Betreuung der Dissertation am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Nähere Details auf Anfrage bei den ProfessorInnen.

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