O P E N A C C E S S
Open Access Veranstaltungen
Übersicht:
- PKP Scholarly Publishing Conference 2011
- Internationale Open Access Week 2010
- Open Access Tage Göttingen 10/2010
- ODOK 2010
- Open Access Tage Konstanz 10/2009
- Linzer Open Access Symposion 12/2008
Public Knowledge Project Scholarly Publishing Conference 2011:
26. - 28. September 2011, Freie Universität Berlin
Internationale Open Access Week 2010:
http://open-access.net/at_de/aktivitaeten/internationale_open_access_week/
ZWEI VORTRÄGE IM RAHMEN DER "INTERNATIONAL OPEN ACCESS WEEK"
Mi., 20. 10. 2010, 18 Uhr, Johannes Kepler Universität Linz, HS 8, Physikgebäude
Was ist Open Access? "Open Access meint, dass diese [= die wissenschaftliche, Anm. d. Red.] Literatur
kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen,
herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf
jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren
jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. In allen Fragen des Wiederabdrucks
und der Verteilung und in allen Fragen des Copyright überhaupt sollte die einzige Einschränkung darin
bestehen, den jeweiligen Autorinnen und Autoren Kontrolle über ihre Arbeit zu belassen und deren Recht
zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird." (Budapester Open Access Initiative)
http://open-access.net/at_de/allgemeines/was_bedeutet_open_access/:
(1) INFORMATIONSVORENTHALTUNG IN DER "INFORMATIONSGESELLSCHAFT": DIE WISSENSCHAFTSTHEORIE FORDERT OPEN ACCESS
a.Univ. Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Wir konnten uns noch nie so gut informieren wie in der heutigen »Informationsgesellschaft«, heißt es.
Doch gerade weil in der »Informationsgesellschaft« Information wichtig ist, wird handlungsrelevante
Information nicht automatisch freigiebig an alle verteilt. Selbst in den Wissenschaften, wissenschaftstheoretisch
nicht zuletzt über öffentliche, kritische Kommunikation zwischen den ForscherInnen definiert, grassiert
Informationsvorenthaltung: WissenschaftlerInnen versuchen sich so vor kollegialer Kritik und Konkurrenz zu
schützen; externe Auftraggeber sichern sich vertraglich alle Rechte der Veröffentlichung (und verbinden damit
meist das Interesse an selektiver Information); WissenschaftlerInnen firmieren, obwohl an den Forschungen nicht
beteiligt, gegen Honorar offiziell als AutorInnen, um Pharma-Marketingstudien einen objektiven Nimbus zu
verschaffen (»Ghost-Writing«); gewinnbeeinträchtigende industrieeigene Befunde werden verheimlicht (Stichwort:
Vioxx). Verschärfte »urheber«- (de facto verwertungsrechtliche) Bestimmungen schränken die Funktionstüchtigkeit
von Archiven und Bibliotheken ein. Alle diese negativen Entwicklungstendenzen sind mit dem sozialen und
öffentlichen Charakter wissenschaftlicher Methoden (Sir Karl Popper) bzw. dem Wissenschaftsethos
(Robert K. Merton) nicht vereinbar. Immer mehr WissenschaftlerInnen engagieren sich daher in der OPEN ACCESS
Bewegung...
(2) FRAUEN IN CLOSED VS. OPEN ACCESS JOURNALEN: SZIENTOMETRISCHE UNTERSUCHUNG AUS DER GENDER-PERSPEKTIVE
Bac. Terje Tüür-Fröhlich
Welche Potentiale hat Open Access Publishing zur Erhöhung der Publikations- und damit Karrierechancen
von Sozialwissenschaftlerinnen? Es werden drei inhaltlich und methodisch ähnliche sozialwissenschaftliche
Journale verglichen: das Open-Access-Journal »Forum Qualitative Sozialforschung«
(»FQS«) und die zwei
Closed-Access-Hybridjournale »Zeitschrift für qualitative Forschung« und »Sozialer Sinn«. Erhoben wird
einerseits der jeweilige Frauenanteil unter Redaktions- und Beiratsmitgliedern dieser drei Journale (N=184
insgesamt). Aufwändig rekonstruiert und analysiert wird die Genderstruktur der Autorenschaften aller in den
drei Journalen zwischen 2000 und 2008 veröffentlichten Beiträge (Totalerhebung, N=1557 insgesamt).
Kulturinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz coop Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie coop ÖGDI (Österreichische Gesellschaft für Dokumentation und Information) http://www.oegdi.at/
Open-Access-Tage Göttingen 10/2010
4. und 5. Oktober 2010
ODOK 2010: Freier Zugang zum Wissen, Digital Divide, Informationskompetenz
22. - 24. September 2010, Leoben
Open-Access-Tage Konstanz 10/2009
7. und 8. Oktober 2009
Schriftliche Ergebnisse zum Linzer Open Access Symposion (5./6.12.2008)
Information: Wissenschaft und Praxis (IWP) 5/2009
der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und -praxis (DGI)
http://www.b-i-t-online.de/pdf/IWP2009-5.pdf (Vorsicht! 5,11 MB) oder
http://www.fachbuchjournal.de/journal/sites/default/files/IWP-5_2009_kpl.pdf (4,64 MB)
Inhaltsübersicht IWP 05/2009, Schwerpunkt Open Access
Die einzelnen Artikeln sind inzwischen auch im informationswissenschaftlichen Open Access Repository E-LIS geladen, siehe z.B. http://eprints.rclis.org/16840/ oder Suche nach "open access"
Bestellungen der Hardcopy-Ausgabe (Euro 30,-) über
Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft
und Informationspraxis e.V. (DGI)
Geschäftsstelle
Hanauer Landstraße 151-153
60314 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 430314 Fax: +49 (0)69 4909096
Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie coop Kulturinstitut ad JKU und Weiterbildung JKU - Johannes Kepler Universität Linz
in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Dokumentation und Information (ÖGDI) und der Sektion Kulturtheorie und Kulturforschung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie
gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ![]()
SYMPOSION „OPEN ACCESS“ 12/2008:
Die Digitalisierung der Wissenschaftskommunikation"
- PROGRAMM
- VORPROGRAMM „PLAGIATSBEKÄMPFUNGS-WORKSHOP"
- flyer open access symposion PDF 1,2MB
- radiosendung open access symposion: http://cba.fro.at/show.php?lang=de&eintrag_id=11471
- Folien Eröffnungsvortrag Rainer Kuhlen - "Open innovation auch in der Publikationsindustrie - Einige Überlegungen zu einer commons-based economy"
SYMPOSION „OPEN ACCESS“ 12/2008:
Die Digitalisierung der Wissenschaftskommunikation"
Fr., 5. 12. nachm. & Sa., 6. 12. 2008 ganztägig; Vorprogramm Fr., 5.12. vorm.
UniCenter, Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstr. 69, 4040 Linz
Konzeption: Gerhard Fröhlich / Michael Strähle
Ein Gespenst geht um, nicht nur in Europa: Open Access. Das Papierjournal ist ein Kind der Postkutschenära und inzwischen überteuer und extrem langsam (bei Topjournalen in der Ökonomie verstreichen 5-7 Jahre zwischen Manuskripteinreichung und Druck). Warum soll das Papierjournal auf ewig das zentrale Medium formaler Wissenschaftskommunikation bleiben? Welche Nachteile haben Papierpublikationen, welche Vorteile bieten digitale Technologien in Forschungs- und Wissenschaftskommunikation oder bei der Bekämpfung von Plagiat, Betrug und Täuschung? Es gibt „goldene“ und „grüne“ Wege zu Open Access, und vieles geschieht überhaupt informell im Verborgenen: Wie informieren sich WissenschaftlerInnen wirklich? Lesen sie überhaupt wissenschaftliche Zeitschriften und Bücher in Papierform, oder besorgen sie sich alle Informationen per eMail-Anfrage von den AutorInnen selbst? Wie arbeiten erfolgreiche eJournals oder eArchive(Closed oder Open Access)? Welche Finanzierungsmodelle bieten sich an? Welche organisatorisch-technischen Möglichkeiten haben wissenschaftliche Gesellschaften zur Förderung rationaler und rationeller Kommunikation? Open Access würde die Realisierung von Sir Karl Poppers wissenschafts-theoretischer Forderung nach der Öffentlichkeit aller wissenschaftlichen Methoden, nach „rücksichtsloser“ Kritik und kognitiver Konkurrenz erleichtern.
Auch in Österreich beginnt langsam die Diskussion über Open Access als Nachholeffekt der internationalen Entwicklung: Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) hat eine erste echte Initiative gesetzt und fördert die Open-Access-Publikation der von ihm finanzierten Projekte. Vor allem kleine Länder und Universitäten können von Open Access profitieren, weil dadurch deren Sichtbarkeit in wissenschaftlichen Gemeinschaften erhöht wird (nachweislich steigt der 'article impact') und auch die Diffusionschancen mehrsprachiger bzw. nicht-englischsprachiger Publikationen zunehmen.
Im Rahmen des Symposions soll Grundsätzliches zum Thema Open Access diskutiert werden: (a) Behinderungen von Open Access durch bestehende rechtliche Regelungen, und welche Strategien haben sich Open-Access-AktivistInnen zu ihrer Überwindung einfallen lassen, (b) (intendierte und nicht-intendierte) Effekte und Potentiale der Digitalisierung formaler Wissenschaftskommunikation sowie (c) der mögliche Einsatz digitaler Technologien zur Förderung kritischer Wissenschaftsöffentlichkeiten und der Bekämpfung wissenschaftlichen Fehlverhaltens (Plagiat, Betrug und Täuschung). Das Symposion soll zudem eine Begegnung zwischen bislang isolierten Bereichen, nämlich zwischen Wissenschaftstheorie, -forschung und -ethik einerseits und der aktuellen Praxis des Open Access im deutschen Sprachraum andererseits ermöglichen. Überblick und kritische Reflexion über erfolgreiche Open Access-Projekte, der Vergleich von Strategien der BetreiberInnen von Open Access-Servern und -Journalen soll eine nachhaltige transdisziplinäre Plattform zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und zur Strategieentwicklung initiieren.
Das - zwecks Steigerung des Öffentlichkeitseffekts bewusst in deutscher Sprache ausgerichtete - Symposion richtet sich nicht nur an Fachleute für Open Access (wie BibliothekarInnen und DokumentarInnen), sondern gerade auch an WissenschafterInnen und WissenschaftsmanagerInnen, JournalistInnen und PolitikerInnen und sonstige MultiplikatorInnen. Zur Förderung der Vortrags- und Medienkompetenz des wissenschaftlichen Nachwuchses werden wir zudem jungen KollegInnen die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten im Rahmen eines Young Researchers' Forums mit arrivierten KollegInnen zu diskutieren und in Radio- und Videointerviews darzustellen (Archivierung auf OA-Webservern).
Eintritt frei. Rauchverbot in allen Räumen im 2. Stock des UniCenters.
Im Vorprogramm (Fr., 5.12., 10 - 13 Uhr ist die Teilnahme an einen Aktiv-Workshop zum Thema Plagiatsbekämpfung und Anti-Plagiats-Software (und ihre Schwächen) möglich kostenpflichtig.