JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ, NETZWERK FÜR FORSCHUNG, LEHRE UND PRAXIS

INSTITUT FÜR PHILOSOPHIE UND WISSENSCHAFTSTHEORIE



Aktuelles, Öffnungszeiten und Sprechstunden: siehe Schwarzes Brett

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017

Anrechnung (SS 2010) von Lehrveranstaltungen in Philosophie und Wissenschaftstheorie



UNI-LINKS und EINIGE LINKS FÜR DEN ALLTAG:

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Lehrveranstaltungen
im Wintersemester 2017/18

Änderungen vorbehalten!
Die aktuellen Termine und Räume entnehmen Sie bitte dem KUSSS!
Da es zur Zeit kein Sekretariat am Institut gibt, ist die Liste einstweilen leider unvollständig.

Kulturwissenschaften

Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung)

Sozialwirtschaft

Soziologie

Wirtschaftspädagogik

Wirtschaftswissenschaften

Diplomandenseminar

Doktoratsstudium

Diverse



LVA.Nr.: 237.145  [572WAGSWISK15]

Wissenschaftliches Arbeiten

Leitung: Dr.in Elisabeth Menschl
Dr.in Terje Tüür-Fröhlich

Kurs, Block, Std. 2, ECTS 3
Beginn: 04.10.2017
Termine: Mi. 11:00 - 13.30 Uhr
Raum: HS 2

Studienpläne:
WiWi Bachelor (§ 4 Pflichtfach "Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies");
WiWi Diplom neu (§ 12 Pflichtergänzungsfach Modul "Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies", 1. Abschnitt);
Sozialwirtschaft Bachelor (§ 4 Abs.5 Ergänzungs­fach Modul Wissenschaftliches Arbeiten und Gender Studies);
Sozialwirtschaft Diplom (=Kurs Integrative Lehrveranstaltung)

Beschreibung:
Gegenstand der LVA sind die Grundbegriffe der Wissenschaftstheorie sowie Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.

Zentrale Inhalte: Datenbankrecherchen, wissenschaftliches Schreiben, Wissenschafts­evaluation, ethische Richtlinien; Erklärung, Vorhersage und Gestaltung, Theorie und Modell, Hypothesen­prüfung, Werturteils­problematik.

Erfordernisse:
Absolvierung aller Tests und Gruppenarbeiten inkl. Präsentation

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LVA.Nr.: 237.100  [505KUMEZENS15]

Zentrale Themen der Kultur- und Medien­theorie/-philosophie

Die Einverleibung der Schätze und Zwänge (Elias, Bourdieu)

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Seminar, 14-tägig, Std. 2, ECTS 4.5
Beginn: 10.10.2017
Termine: Siehe KUSSS
Raum: K 223, HT 177F (siehe KUSSS)

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungsfach - Modul "Medien, Kultur und Kommunikation - Vertiefung" - BAC-Arbeit kann hier verfasst werden!);
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Ergänzungsfach - Modul "Kultur- und Medientheorie/-philosophie für KulturwissenschafterInnen");
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studienabschnitt);
Soziologie Bachelor (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Kultur- und Medientheorie);
Soziologie Master (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Kultur- und Medientheorie);

KLASSENFREIE LV - kann (mit je unterschiedlichen Untertiteln) beliebig oft inskribiert und mit einem Scheinerwerb abgeschlossen werden. Auch für DissertantInnen geeignet.


Beschreibung:
Der menschliche Körper ist der „große Abwesende, der große Verachtete der philosophischen Tradition“ (Onfray 1992, 26), diffamiert als Kerker der Seele, völlig überstrahlt vom Glanz des menschlichen ‘Geistes’. Sofern sich die Philosophie der Vergangenheit mit dem Körper befaßte, dann meist im Sinne einer distinktiven Strategie, im Sinne der Propagierung und Legitimierung der Körperdisziplinierung und -distanzierung.2 Es finden sich jedoch auch unterdrückte Gegenlinien (z.B. Helvetius, Nietzsche, Feuerbach), eine körperfreundliche philosophische ‘Untergrund’bewegung, verschiedene Traditionen in Philosophischer Anthropologie (z.B. Plessner, Gehlen) und Phänomenologie (z.B. Merleau-Ponty) sowie neuere alternative Ansätze.

Die körperliche Existenzweise der Menschen hat auch in soziologischen Theorien selten sy- stematischen Stellenwert. Die meisten soziologischen Ansätze und Traditionen unterstellen, so scheint es, Geistwesen, die Rollen einnehmen, Institutionen besetzen, Werte verfolgen. In den letzten Jahren erschien zwar eine Vielzahl von Detailuntersuchungen über ‘körperorientierte Sozialsysteme’ (z.B. Sauna, Bodybuilding). Dies scheint jedoch eher ein Tribut an den Zeitgeist zu sein (mit dem Effekt der Entstehung neuer Bindestrich-Soziologien) und weniger ein Anzeichen für eine grundlegende theoretische Neuorientierung, d. h. für eine systematische Einbeziehung der menschlichen Körper in soziologische Theorien.

Ausnahmen von diesem ‘platonischen Bias’ der Soziologie bilden französische Traditionen in den verschiedensten Varianten, von Michel Foucault bis zur Gruppe um Pierre Bourdieu, sowie die eine einzige große deutschsprachige soziologische Theorie, für die der Körper zentraler Ansatzpunkt ist, die Zivilisationstheorie von Norbert Elias.

Wir möchten uns in dieser LV intensiver mit den Konzeptionen von Elias und Bourdieu befaassen. In aller Kürze geht es um die Frage: Wie entsteht der Habitus ‚in’ uns?

Zitierte Literatur
Onfray, M. (1992): Der sinnliche Philosoph. Frankfurt/Main etc.


Einstiegsliteratur (verpflichtend)
Fröhlich, Gerhard (1999): Habitus und Hexis - Die Einverleibung der Praxisstrukturen, in: Schwengel, H. / Höpken, B. (Hg.): Grenzenlose Gesellschaft? Bd. II, S. 100-102. Pfaffenweiler: Centaurus Verlag. Open Access hier verfügbar

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LVA.Nr.: 237.118  [505WIFOZENS15]

Zentrale Themen der Wissenschafts­forschung

Wissenschaft & Öffentlichkeit: Wissenschaftsjournalismus und Medienethik

Leitung: Dr. in Terje Tüür-Fröhlich


Seminar, 14-tägig, Std. 2, ECTS 4.5
Beginn: 05.10.2017
Termine: Do. 15.30 - 18.45 Uhr
Raum: 177F (siehe KUSSS)

Weitere Themenvorschläge der TeilnehmerInnen sind willkommen.

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Spezialisierungsfach - Modul "Wissen und Technologie - Vertiefung" - in diesem Fach kann in diesem Seminar auch eine Bachelor-Arbeit geschrieben werden);
Kulturwissenschaften Bachelor (Kulturwissenschaftliches Ergänzungsfach - Modul "Wissenschaftsforschung für Kulturwissen­schaf­terInnen");
Soziologie Diplom alt (Halbfach im 2. Studienabschnitt);
Soziologie Bachelor (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Wissenschafts­forschung);
Soziologie Master (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Wissenschafts­forschung);

KLASSENFREIE LV - kann (mit je unterschiedlichen Untertiteln) beliebig oft inskribiert und mit einem Scheinerwerb abgeschlossen werden. Auch für DissertantInnen geeignet.


Beschreibung:
Die Lehrveranstaltung konzentriert sich zum einen auf das Verhältnis von (Wissenschafts-) Journalismus und (Medien-) Ethik. Es werden sowohl Möglichkeiten und Gefahren des Einsatzes von Medien in der wissenschaftlichen Forschung thematisiert, als auch die mediale Fremddarstellung von Wissenschaften. Zentral dabei ist die Rolle des Wissenschaftsjournalismus: Dieser wird daraufhin analysiert, inwieweit er – seinem Gegenstand geschuldete – Spezifika aufweist, die ihn von anderen journalistischen Bereichen unterscheiden und welche (Vermittlungs- und Kontroll-) Funktionen er mit ihnen gemein hat. Zugleich werden seine Verflechtungen mit den Feldern „Medien“, „Politik“, „Gesellschaft“ und „Ökonomie“ Gegenstand sein, welche wissenschaftsjournalistisches Arbeiten beeinflussen oder prägen. Von Interesse ist dabei nicht zuletzt die Abgrenzung zwischen Journalismus und PR („Public Relations“): Diese ist aus medienethischer Sicht unabdingbar, wirft aber auch sozioökonomische Fragen nach (strukturellen) Gründen auf, wenn sich die Bereiche einander annähern. Diese Problemstellungen werden anhand von Fallbeispielen in Form von Referaten diskutiert und vertieft.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Wissenschaftsjournalismus als mögliches Berufsfeld für Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen.

LVA.Nr.: 237.905  [307GLKDSDKS12]

Spezialthemen der Kulturwissenschaften

Medienethik und visuelle Medienkompetenz

Leitung: Dr.in Terje Tüür-Fröhlich
Mag. Andreas Vogl

Seminar, 14-tägig, Std. 2, ECTS 3
Beginn: 11.10.2017
Termine: Mi. 15.30 - 18.45 Uhr
Raum: BA 9907

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (Pflichtfach, Teil der StEOP)); als Freifach; weitere Anrechungsmöglichkeiten auf Anfrage

Beschreibung:
80% der Informationen, die wir tagtäglich aufnehmen, bestehen aus Bildern im weitesten Sinne des Wortes. Neben den klassischen Medien wie Graphik, Fotographie und Film, den elektronischen Medien wie Video und Fernsehen, liefern uns digitale Medien "Technobilder" (so der Kultur- und Medienphilosoph Vilém Flusser), das heißt, Visualisierungen mathematischer Formeln & Daten. Trotz dieses extensiven Medienangebots sind wir jedoch "Bilderanalphabeten" (Flusser) geblieben: Es mangelt uns an den Fähigkeiten und an den Werkzeugen, die Konstruktion und Manipulation visueller Informationen zu durchschauen.

In dieser LV möchten wir daher die theoretischen und praktischen Medienkompetenzen der TeilnehmerInnen fördern. Ein Schwerpunkt soll dabei auf den allüberall grassierenden Visualisierungen wissenschaftlicher Information liegen: Es begann vielleicht mit Landkarten, in denen der Äquator von der Mitte der Erdkugel hinuntergerutscht ist, und die Nordhalbkugel enorm aufgebläht wird; heute haben wir alle schon Animationen von Schwarzen Löchern, Mars-Landschaften und viele andere Artefakte gesehen. Alle diese Vorstellungen haben sich in uns festgesetzt, als feststehende Fakten, und beeinflussen uns in unserer Weltsicht, z.B. in unserem Eurozentrismus.

Doch auch im ganz banalen Alltag werden wir von Techno-Bildern verfolgt, die uns emotional und körperlich beeinflussen, ob wir es wollen oder nicht. Gemeint sind die künstlichen, übermenschlich schönen bzw. schlanken Körper und Gesichter (Stichwort "digitale Schönheit"), die vielfach sogar zu massiven Essstörungen führen und medienethisch äußerst bedenklich sind.

Weitere Themenvorschläge der TeilnehmerInnen sind willkommen.

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LVA.Nr.: 237.109  [2EWPDP]

Diplomandenseminar Philosophie und Wissenschafts­theorie

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
Dr.in Elisabeth Menschl
Dr.in Terje Tüür-Fröhlich
Dr. Othmar Lehner

Seminar, Block, Std. 2, ECTS 4
Zeit und Raum: nach Übereinkunft

Es ist in zahlreichen sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen möglich, eine Diplomarbeit am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie zu verfassen.

Nähere Details auf Anfrage bei den Professoren.

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LVA.Nr.: 237.333  [525DPHIKOLS15]

Dissertationskolloquium Philosophie

Leitung: A.Univ.-Prof. Dr. Gerhard Fröhlich
A.Univ.-Prof.in i.R. Dr.in Evelyn Schuster
A.Univ.-Prof. i.R. Dr. Ingo Mörth

Seminar, Block, Std. 2, ECTS 6
Zeit und Raum: nach Übereinkunft

Studienpläne:
Doktoratsstudium SoWi alt;
Doktoratsstudium SoWi neu (ab 01.08.2009);
Doktoratsstudium der Geistes- und Kultur­wissenschaften

Im Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist die Wahl eines Grenzgebietes zu Philosophie/ Wissenschaftstheorie/ Wissenschaftsphilosophie als Dissertationsfach möglich und damit die Betreuung der Dissertation am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Nähere Details auf Anfrage bei den Professoren.

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LVA.Nr.: 237.125  [572WSPHGRUK15]

Grundlagen der Philosophie

Leitung: Prof. Dr. Andreas Roser

Kurs, wöchentl., Std. 2, ECTS 3
Beginn: 02.10.2017
Termine: Mo. 15.30 - 18:00 Uhr
Raum: HS 15, KEP 1 (siehe KUSSS)

Studienpläne:
Kulturwissenschaften Bachelor (§ 4 Pflichtfach Grundlagen kulturwissenschaftlicher Disziplinen);
WiWi Bachelor (§ 5 Wahlfächer Ergänzungsfach Wirtschaftsphilosophie);
WiWi Diplom neu (§ 12 bzw. § 13 Pflicht- bzw. Wahl-Ergänzungsfach Modul Wirtschaftsphilosophie, 2. Abschnitt);
WiWi Diplom alt (=Kurs Wissenschaftsphilosophie für Wirtschaftswissenschaften);
Wipäd (§ 6 Studienschwerpunkt "Wirtschaftsphilosophie und -geschichte" bzw. Freie Studien­leistungen);
Sozialwirtschaft Diplom (=Kurs Wissenschaftstheorie: Grundlagen);
Soziologie Diplom alt (=VU Grundlagen der Philosophie und Wissenschaftstheorie);
Soziologie Bachelor (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Philosophie und Wissen­schafts­theorie);
Soziologie Master (§ 5 Wahlfächer, Ergänzende Wahlfächer Philosophie und Wissen­schafts­theorie)
weitere Anrechnungsinformationen (Stand SS 2010)

Beschreibung:
Was sind und wie entstehen philosophische Probleme? Die VL skizziert Grundfragen der Philosophie an ausgewählten Beispielen: Was ist ein gutes Leben? Wer bestimmt, was zu tun ist? Was unterscheidet Philosophie und Religion? Wie funktioniert vernünftige Kommunikation? Wie entwickeln sich Wissenschaften? Was können wir überhaupt von der Welt wissen? Können Menschen freie Entscheidungen treffen? Was wäre anders, wenn Maschinen philosophieren könnten? Die Vorlesung bietet ferner eine allgemeine Einführung in die Grundlagen der Erkenntnistheorie, der Ontologie, der Ethik, Ästhetik und der Sprachphilosophie.

Literatur:

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Johannes Kepler Universität Linz | Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie | Altenberger Straße 50, 1. Stock, 4040 Linz
Postadresse: Altenberger Straße 69, 4040 Linz
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